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Freitag, 23. April 2021

Frauen unter sich …

Großer Spaß am Morgen oder doch nur Fremdschäm-Potential? Man weiß es nicht so genau … 

Zum Hintergrund: Hinsichtlich Hardware und Software stehen einige tiefgreifende Veränderungen ins Haus. 

Die beiden kleinen Damen haben sich in den letzten 15 Monaten intensiv mit digitaler Selbstverteidigung, Sicherheit und den schulisch wie privat genutzten Systemen auseinandergesetzt. Bei Shizuka findet das auf einem hohen (erwachsenen, digital-affinen und extrem nerdigen) Niveau statt, bei der kleinen Schwester sind immerhin Kenntnisse und Ansichten vorhanden, die sowohl Opa als auch Patenonkel mit den Ohren schlackern lassen und den wirtschaftshörigen Papa in den Wahnsinn treiben. Und die Mama unterstützt natürlich, wo sie nur kann. 

Kompletter Systemumbau geht nicht ohne entsprechendes Vorwissen – und das findet man in Büchern und im Netz. Die letzten 20 Kilogramm Literatur sind Anfang der Woche zurück in die HLB gegangen, jetzt ist erstmal online an der Reihe. Und da kam uns heute doch glatt ein … sagen wir es vorsichtig … Schmankerl :-) unter. 

 

Danke an Barbara Thöns und Rena Tangens sowie Digitalcourage! Shizuka ist vor Lachen vom Stuhl gefallen, die kleine Schwester staunte Bauklötzchen und die Mama … nun ja*. Die hatte zumindest Spaß, denn die legte 1997 zum ersten Mal Hand an einen Computer. Bitte selbst genießen: 


Barbara Thöns und Rena Tangens: Der Druckertreiber – Hacker packen aus



* Diese Frisuren! o_O

Mittwoch, 6. November 2019

Fortschritte der besonderen Art – in mehrerlei Hinsicht

Die besondere Situation von Shizuka und ihrer kleinen Schwester hält die Mama immer auf Trab: Da sind Situationen mit Freunden, Lehrkräften oder anderen Erwachsenen, die erklärt werden müssen. Da sind alltägliche Szenarien, die Stress verursachen. Da sind einfach unglaublich viele Momente, die der Mama zeigen, dass die beiden Mädchen auf ihre eigene Art und Weise ganz besonders sind. Missverständnisse ergeben sich hin und wieder aus dem, was in anderen Familien als normale soziale Interaktion gilt. 

Die ein oder andere Fortbildung zu Themen wie Autismus-Spektrum, besondere Sensibilität, soziale Konflikte bei Kindern, Über- und Unterforderung sowie die respektiven Kongresse und Vorträge sind fester Bestandteil von Mamas Arbeitstag geworden und haben in den letzten Jahren maßgeblich dazu beigetragen, den Alltag zu entschärfen. Es ist erstaunlich, aber die beiden kleinen Damen entwickeln tatsächlich sehr viel mehr Verständnis für die "normalen Leute" und deren Menschlichkeiten ("Unzulänglichkeiten" wäre ein zu negativer Begriff) als das umgekehrt der Fall ist. Gerade läuft wieder ein Kongress in den USA von einer der psychologischen Beratungsstellen, die sich mit dem Entschärfen des Alltags für Kinder und Eltern im Autismus-Spektrum beschäftigen. 

Umso witziger war der Blick in die Zeitung heute morgen. Großer Zufall, die Süddeutsche titelte online: "Autismus: Supermarkt führt Extra-Stunde ein". Worum geht es? Eine neuseeländische Supermarktkette hat auf Anregung einer angestellten hin seit gut einem Jahr eine Stunde der Öffnungszeiten ganz besonderen Menschen gewidmet. An einem Nachmittag der Woche werden für eine Stunde die Lautsprecher ausgeschaltet und die zu Werbe- und Verkaufszwecken sehr pointierten Lichtführungen gedimmt. Die Angestellten wuseln nicht mehr durch den Laden, um Regale einzuräumen und laut scheppernd Einkaufswagen an ihren Platz zurückzubringen, sondern ziehen sich soweit wie möglich zurück. Der Supermarkt wird für Menschen, die sensibel auf Reize reagieren, "entschärft". Und  das Konzept war während der Testphase in einigen der Supermärkte der Kette so erfolgreich, dass es auf alle mehr als 110 Filialen ausgeweitet wird. In einigen anderen Ländern gibt es ähnliche Bestrebungen. Allerdings merkt die Süddeutsche ganz treffend an: In Deutschland wird dieses Thema komplett ignoriert.

Shizuka reagierte amüsiert: Wir hatten uns für die japansicher Supermärkte immer mit Sonnenbrillen und Ohrstöpsel ausgestattet und gewisse Märkte aufgrund der Reizüberflutung schlicht gemieden. Deutsche Einkaufsmöglichkeiten wie die Ketten Rewe und Tegut sind entspannend im Vergleich zu dem, was wir vier Jahre lang in Japan erlebt haben. Nun hatten wir immer den Eindruck, dass Trends aus den USA, Australien und Neuseeland schneller in Japan als in Deutschland ankommen. Eine kurze Suche in den online englischsprachig publizierten japanischen Tageszeitungen brachte allerdings kein Ergebnis. Trotzdem: Liebe Neuseeländer/-innen, macht weiter so! Und vor allem schickt Ihr bitte Eure Marketing-Experten und -Expertinnen mal rüber, denn dieses Konzept brauchen wir hier auch! Bitte-bitte-bitte!

Samstag, 2. September 2017

Souveränität gewonnen

Die Sommerferien sind nun schon seit einigen Tagen vorbei, und sowohl die kleine Schwester als auch Shizuka sind wieder im Alltag angekommen. Die letzten beiden Wochen der Ferien haben die beiden übrigens in der Schule verbracht, es gab zum ersten Mal "Sommerschule" für sie. Zwei Wochen lang täglich von morgens bis in den Nachmittag hinein spielen, toben, Quatsch machen, basteln und mit anderen Kindern die Schule auf den Kopf stellen. Für viele Eltern ist das Sommerferienprogramm eine Möglichkeit, ihre Berufstätigkeit irgendwie mit dem Stundenplan der Kinder in Einklang zu bringen. Für die Lehrkräfte ist es eine Möglichkeit, Schule mal von der weniger ernsten Seite zu betrachten und mehr oder weniger fließend (okay, mit viel Organisationsaufwand und Nervenkitzel) aus den langen Sommerferien zurückzukommen. Und die Kinder? Die lernen Schule als Abenteuerspielplatz kennen. Wenn nämlich der Schulhof und der Spielplatz für Parcours genutzt werden, neben der Miniatur-Boulderwand plötzlich auch noch Slackline, Balanceboards, Wannen voller Wasserbomben und Bälle zum Balancieren stehen. Wenn im Mathe-Kursraum mit Holz, Leim und Farbe gewerkelt wird. Und im Klassenzimmer der 7b Nähmaschinen stehen, mit denen man kurze Hosen im Hawaiihemden-Look produziert. Auf den Fluren fanden Drehstuhl- Wettrennen statt. Die Schwimmhalle der Schule wurde zum Spaßbad. Und im Computerraum saß das Sommerschule-Blogger-Team und hat alles in vielen Bildern und wenigen Worten für die Eltern dokumentiert. In der Mittagspause durften Große und Kleine zusammen in der Mensa essen (Lecker!), und zum Abschluss gab es am letzten Nachmittag draußen eine große Party mit Wasserbombenschlacht. 

Was haben die Kinder mitgenommen?
Die kleine Schwester ist sehr souverän geworden. Sie durfte, da sie im letzten Kindergartenjahr war, an den Aktivitäten für Erstklässler teilnehmen und hat sich täglich einen Block im Spaßbad und einen Block Basteln und Werken.
Die große Schwester wollte an ihren motorischen Fähigkeiten arbeiten und hat den Nähkurs wahrgenommen und im zweiten Block mit Mama allerhand Mädchenkram gefilzt. 
Den dritten Block haben die Mädchen ohne Kurs im Freizeitraum verbracht, haben LTB gelesen, Tischkicker gespielt, sich bei Uno Extreme gegenseitig angeschrien und anschließend noch aufräumen geholfen.

Für die kleine Schwester war die Situation etwas schwierig, da sie kaum Kinder an der Schule kannte, in ihren Kursen erstmal unter Fremden war und dazu auch noch körperlich die Kleinste. Zwei Tage Katzenjammer, vor allem in der Mittagspause (sie musste alleine am Tisch essen, niemand wollte sich zu ihr setzen), danach war die Welt in Ordnung. Statt der großen Schwester hat sich die kleine Schwester einfach an eine der vielen neuen Freundinnen gehängt. Da sie mit ihrer zierlichen Statur auch bei Erst- und Zweitklässlern schon Beschützerinstinkte weckt, war sie gut versorgt und glücklich. Nach den zwei Wochen Sommerschule hat sie unglaublich viel Souveränität gewonnen. Sie bewegt sich frei in der Schule, kann auch an fremden Orten neuerdings alleine die Toilette aufsuchen und bestellt ihr Essen im Restaurant selbst. Enorm, was zwei Wochen Spiel und Spaß mit einer Fünfjährigen anstellen! Der Entwicklungssprung war einfach gigantisch.

Shizuka fand es einfach gechillt. Sie hat Schule nochmal entspannter als sonst erlebt, hat ihre Vorliebe für Comics entdeckt (Aber nur LTB!) und mit der Feinmotorik Frieden geschlossen. Außerdem findet sie Edgar Degas inzwischen recht abgefahren und steht (bedingt) auf Ballerinabilder. Ihre kurze Hose mit den riesigen Hibiskusblüten drauf wird allerdings vermutlich im Schrank verstauben. 
:-D 
Also auch hier ein Entwicklungssprung, aus der spröden Pipi Langstrumpf wird langsam eine auf ihre eigene Art feminine Ronja Räubertochter.

Freitag, 24. Juni 2016

Wiedererkannt

Eben im Rahmen weiterführender Studien gelesen, und es spricht mir aus der Seele. Hier. Okay, Mädchen statt Junge, Filmabend entfällt, 

Und es sind Bücher, keine Computerspiele. Ansonsten kann ich den Text absolut nachvollziehen, und abgesehen von den hier ganz eigenen Essgewohnheiten trifft das einfach nur zu. 

Der Text macht nachdenklich. Viele der geschilderten Besonderheiten, was aktuell als Störung im Autismus Spektrum diagnostiziert wird, würde ich persönlich noch als ganz normale, individuelle Entwicklung abtun und gar nicht weiter problematisieren. Charakterzüge eben. Manche Leute mögen Seife, andere nicht. Wie viele Kinder sind motorisch ungeschickt, kommen regelmäßig zu spät zur Schule, driften komplett ab, wenn es um ihr Hobby geht (Pferde, Bücher, Zocken, was auch immer) und hassen Körperpflege? Wo ist die Grenze zwischen Charaktereigenschaften und einer Störung, die nach Intervention verlangt? Ist eine Autismus-Spektrums-Störung im hochfunktionalen Bereich wirklich sofort eine Störung? Solange die Diagnose auf Verhaltensbeobachtungen beruht, woran will man Störung im Gegensatz zu Individualität festmachen? Oder anders gefragt: Wenn ein Kind wirklich keine Seife mag, weil die Haut sich danach einfach doof anfühlt – wie sehr darf sich das Kind wehren, bevor es irgendwo im Spektrum verortet wird? Wie oft pro Woche darf man denn irgendwo zu spät kommen, bevor es pathologisch ist?

Und vor allem: Das, was im Verhalten der sogenannten hochbegabten Kinder immer wieder beobachtet wird, ist in der US-amerikanischen Autismus-Diskussion allgegenwärtig. Kinder lehnen Körperhygiene ab – ja genau, weil die meisten Seifen, Cremes, Deos und Duftwässerchen auf der Haut brennen, Juckreiz verursachen, die Haut austrocknen oder schlicht stinken. Entschuldigung, zu stark parfümiert sind. Das wird in Deutschland oft mit dem Begriff hochsensibel geahndet. Oder die extreme Sensibilität gegenüber Geräuschen, Lärm, Licht, Farben. Läuft in Deutschland unter hochsensibel, in den USA unter Anzeichen für Autismus. Ähnlich sieht es bei den Interessen aus: Wer sich extrem in ein Thema vertieft, davon auch nicht abzubringen ist, und das in einer für das Alter untypischen Art und Weise tut, der gilt hier als vielleicht hochbegabt, dort als autistisch – wie stark darf man sich denn, mit Verlaub, selbständig fortbilden, bevor man als in irgendeiner Art und Weise verhaltensauffällig gilt? Die Liste lässt sich fortsetzen: altersunangemessene Schlafgewohnheiten (Braucht wirklich jeder Mensch in einem bestimmten Alter genau gleich viel Schlaf?), extrem ausgebautes Vokabular (Wer liest, hat automatisch ein größeres Vokabular – ist regelmäßiges Lesen deshalb schädlich?) und Redefaulheit oder unbrennbare Redseligkeit, Schwierigkeiten im Umgang mit Gleichaltrigen, damit verbunden auch Schwierigkeiten in der Schule ... 

Ich frage mich, was wir überhaupt verstanden haben und wissen, in Sachen Wahrnehmung und Informationsverarbeitung. Die Forschung geht weiter, immer, ganz klar. Dementsprechend sensibler werden die Diagnosen. Und natürlich werden auch die Interventionsmöglichkeiten ausgebaut. Aber sollten Kinder wirklich den Stempel "autistisch" oder "hochbegabt" aufgedrückt bekommen, nur weil sie etwas anders ticken? Ticken sie überhaupt anders, oder entwickeln sich Menschen einfach nur individuell? Wenn sowohl Hochbegabung als auch Autismus an der Biologie festgemacht werden, beispielsweise an leicht von der Norm (Welche Norm?) abweichenden Prozessen bei der Informationsverarbeitung, die sich tatsächlich im fMRT nachweisen lassen, was bedeutet das? Organe sind schließlich nicht bei allen Menschen exakt gleich, und das Gehirn ist ein Organ, nicht mehr und nicht weniger. 

Autismus und Hochbegabung scheinen also erst einmal nah beieinander zu liegen. Das eine hat den Beigeschmack eines mentalen Defizits, das andere steigert den Leistungsdruck ungemein. Beides nicht gut, wenn man die gesunde Entwicklung der Kinder im Blick hat. Und vor allem: Interventionen sind nett, auf die Kinder angemessen eingehen im schulischen Rahmen ebenfalls. Aber wo ist nun der Unterschied zwischen "individuellen Lernstand erkennen und das Kind da abholen, wo es sich befindet" und "Inklusion benachteiligter Kinder"? Läuft das nicht beides an den Schulen letztendlich auf Binnendifferenzierung und notgedrungen kleinere Klassen hinaus? Fragen über Fragen ...

Was haben wir heute morgen diskutiert? Ja richtig: Sky und Bavaria Film wollen "Das Boot" zu einer Fernsehserie machen, die bis 2018 stehen soll. Das Gespräch bei Brotsticks mit Haselnusscreme drehte sich um die Filmtechnik der frühen 1980er Jahre, die heutigen größtenteils animierten Filme und Serien, die Geschichte hinter "Das Boot" inklusive Kalter Krieg und Opas Vergangenheit bei der Marine, um die Fernsehgewohnheiten verschiedener Generationen. Spezialinteressen? Festhalten an Gewohnheiten und Routinen? Wer es wagt, mir die morgendliche halbe Stunde mit Kaffee und Zeitung (und Diskussionen mit Töchterchen) zu stören, dem gnade Gott! (Muss ich mir jetzt aufgrund der undurchbrechbaren Routinen Sorgen machen?)

Samstag, 18. Juni 2016

Vertrauensverhältnis

Shizuka und ihre Mama haben ein recht vertrauensvolles Verhältnis zueinander. Das beginnt damit, dass die beiden bei Bedarf ausführlich kuscheln, geht mit gegenseitigem Anbrüllen bei Frust weiter und hört bei "Das ist MEIN T-Shirt, nicht Deins!" noch lange nicht auf. Wir lernen gemeinsam, bibbern zusammen bei gruseligen Filmen wie "Momo" und "Pippi Langstrumpf". Wir amüsieren uns zusammen über die depperten Fehler in Klassenarbeiten und schütteln gemeinsam den Kopf ob so mancher japanischer Sitte oder Unsitte. Kurz, wir teilen Erfolge und Misserfolge, und es macht irgendwie meistens ziemlich viel Spaß zusammen. 

Shizuka zeigt ihre Klassenarbeiten zuhause vor und erklärt Mama, was warum wie gelaufen ist. Mama hat heute ein Zertifikat aus der Post gefischt, das bestätigt, dass sie ihre letzte Fortbildung (Kinder mit Lernschwierigkeiten im normalen Sprachunterricht fordern und fördern) über die Universität Lancaster bestanden hat. 

"Mama, was heißt proven?"

"Mama, da steht, dass Du with distinction bestanden hast. Ist das gut?"

"Mama, war das wirklich alles auf Englisch?"

"Ey, irgendwie hast Du das voll gut gemacht."

Und dann wurde die Mama doch glatt ein bisschen rot ob soviel des Lobs von der Kleinen ... Anerkennung aus DER Richtung tut einfach gut. :-)

Dienstag, 2. Februar 2016

Frühjahrsferien

Eine Woche Freiheit. 
Keine Schule. 
Keine Hausaufgaben. 
Kein Unterricht. 
Keine Verpflichtungen. 
Nicht einmal Sportverein.
Mein Traum: Das große Kind schläft lange, der Mann bringt das kleine Kind zum Kindergartenbus, ich kann morgens wirklich gut arbeiten. Ein entspannter Tag mit spätem Mittagessen, chillen am Nachmittag und entspannten Töchtern bis in den Abend hinein ... 
Und was macht Shizuka?

"Mama, Du musst mich morgen um sieben wecken! Wir bringen meine Schwester zusammen zum Kindergartenbus. Und dann will ich mit Dir in der Bäckerei frühstücken gehen und dann in die Bücherei gehen. Pack Deine Tasche, Du arbeitest da. Wir bleiben, bis der Bus mittags wieder kommt, und gehen erst dann."

Ferien könnten so schön sein ...

Montag, 21. September 2015

Wir feiern!

Des einen Freud, des anderen Leid. Shizukas Mama übernimmt ab dem 1. Oktober die Babyvertretung für eine Förderlehrkraft der Deutschen Schule. Die Vorbereitungen, Gespräche, Vorstellungsveranstaltungen und Kennenlernrunden nahmen nun schon einiges an Zeit in Anspruch - drei Wochen lang. Shizuka ist schon ganz stolz: Mama hat eine richtige Arbeit, gar nicht mehr selbständig, sondern regelmäßig und außer Haus. Und dann natürlich noch ein Baby. Oh mei. So was Feines! Die Schwester des künftigen Ex-Pats geht in ihre Klasse und die beiden sind befreundet, was für ein Ereignis für die Mädchen! Alles fieberte dem Oktober entgegen. Eigentlich.

Ganz konkret und gar nicht eigentlich gedachte der kleine Maximilian, am Samstag  alle überraschen zu müssen. Also übernimmt Mama ab morgen den Förderunterricht. Unvorbereitet. Ohne Fördermaterialien. Ohne Hospitation. Ohne Stundenplan. Ohne Raum und Schlüssel für verfügbare Räume. Ohne Förderplan. Ohne alles - sogar ohne Betreuung für Shizukas kleine Schwester. Danke, Maximilian. Und willkommen im Leben, kleiner Sonnenschein!